Doch diese Ansätze sind teilweise falsch, wie in diversen Studien gezeigt wurde.
Unser Körper ist so programmiert, wie er es von der Steinzeit noch gewohnt ist.
Wenn wir eine Kalorienreduzierung einschlagen, geht unser Körper davon aus, dass er in den folgenden Monaten weniger zu Essen bekommt. Er versucht sich gegen die bevorstehende "Hungerperiode" zu schützen. Dem entsprechend reduziert dieser auch den Verbrauch.
Sollten wir zum Beispiel vorher 2500 Kilocalorien zu uns genommen haben, und schränken diese auf 2000 ein, verbraucht unser Körper nur noch 1800 und speichert die restlichen 200 ins Fettgewebe für schlechtere Zeiten ein. Hier kommt es häufig dazu, dass Personen, die eine Diät einlegen, zunehmen.
Empfehlenswert ist auch, dass eine Gewichtsreduktion dauerhaft nicht mit einer Diät, sondern mit einer kompletten Nahrungsumstellung erreicht wird. Wichtig ist dies um den Jojo-Effekt zu vermeiden beziehungsweise diesen einzuschränken. Zudem schaden wir durch radikale Diäten unserem Immunsystem, der Verdauung und sonstigen Vorgängen im Körper.
Produktbeschreibungen mit „fettreduziert“ oder „light“ führen den nicht informierten Bürger auch auf eine falsche Fährte. Gerade bei diesen Produkten leidet der Geschmack. Wenn der Genuss unter der Ernährungsumstellung leidet, ist sie von vornhinein zum Scheitern verurteilt. Zudem wird bei manchen Produkten mit diesen Begriffen von dem hohen Anteil des raffinierten Zuckers abgelenkt – der der eigentliche Feind des Körpers ist.
Die sechs Grundsätze der gesunden Ernährung
1. Abwechslungsreiche gesunde Mischkost
Kein Lebensmittel hat alle wichtigen Nährstoffe, deshalb sollte man bei seinen Mahlzeiten auf eine ausgeglichene und abwechslungsreiche Ernährung achten. (5-A-Day =5x Obst /Gemüse am Tag , 2x die Woche Fisch … )
2. Übergewicht abbauen
Übergewicht ist oft einer der stärksten Ursachen für auftretende Krankheiten wie Gallensteine und Zuckerkrankheit sowie Herzmuskelschwäche und erhöhte Blutfettwerte. Es ist nicht zwingend erforderlich ein Idealgewicht zu erreichen. Dennoch sollte man sich an sein Normalgewicht rantasten (einfach: BMI-Rechner).
3. ungesättigte Fettsäuren bevorzugen – zu viel Cholesterin vermeiden
Der tägliche Fettanteil in der Nahrung sollte bei circa 30-35 % liegen, hierbei sollten diese Werte zu Gunsten von ungesättigten und mehrfach ungesättigten Fettsäuren ausfallen. Fett liefert viele überflüssige „leere“ Kalorien. Hochwertige Pflanzenöle sind für gute Fettsäuren ein idealer Lieferant. Zu viel Cholesterin sollte vermieden werden, diese stecken unter anderem in Hühnereigelb, Leber, Biskuit, Butter.
Leere Kalorien: Kalorien, die keinerlei Nährstoffe mit sich bringen, die der Körper verwenden kann. Im Gegenteil, er muss aus seinen Reserven diese zur Verarbeitung bereitstellen (identisch bei raffiniertem Zucker)
4. Nahrungsmittel mit einem hohen Ballaststoffanteil bevorzugen
Ballaststoffe sind ein unverdaulicher Nahrungsbestandteil, die aber innerhalb des Verdauungsvorganges sehr wichtige Aufgaben erfüllen. Ballaststoffmangel kann einen Beitrag zu diversen Krankheiten leisten (Darmkrebs, Gallensteine, Dickdarmdivertikulos unter anderem). Besonders naturbelassene Kohlenhydrate (Vollkorn-Körnerbrot) haben einen hohen Anteil an Ballaststoffen.
5. Den (raffinierten) Zuckeranteil reduzieren
Der allgemeine Zuckeranteil in der Nahrung sollte auf unter 10% der täglichen Energiezufuhr reduziert werden (am besten unter 50g pro Tag). Hierbei ist besonders auf den raffinierten Zucker zu achten, der in viel mehr Lebensmitteln steckt, als viele vermuten. Siehe zum Beispiel in der Zutatenliste von Brot. Bei raffiniertem Zucker handelt es sich auch um einen leeren Kalorienlieferant. Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe werden dem Körper entzogen und für die Verdauung verwendet. Das übermäßiger Zuckerkonsum zu diversen Krankheiten führt, ist allgemein bekannt.
6. Kochsalz reduzieren
Im Allgemeinen wird Kochsalz in einer Menge von 12 bis 25 Gramm pro Tag verwendet, notwendig sind allerdings nur sechs Gramm! Zu viel Kochsalz kann unter anderem die Begünstigung von zu hohem Blutdruck und Magenkrebs führen. Nachsalzen bei Speisen sollte man vermeiden. Eine Ausnahme ist nur ein hoher Schweißverlust beim Sport.
Verweise: Diät, Diäten, Eiweiß, Ernährung, Ernährungsumstellung, Fett, fettreduziert, gesund, Glyx, leben, lebensmittel, Lypide, Nahrung, Nahrunsmittelumstellung, protein







Natürlich ist es in der heutigen Welt umzusetzten. Ich lebe schon seit Jahren so und ich fühle mich "pudelwohl". Meine Krankheiten wie Allergie, Gelenkbeschwerden usw. sind verschwunden. Auch die anfängliche Skepsis dass ich mehr Geld ausgeben muss ist unbegründet. Ich brauche sogar weniger!
Das Angebot an frischen Produkten ist in der Stadt sogar noch größer als auf dem Dorf/Land. Also diese Aussage ist schlicht weg FALSCH! Die Bio-Märkte bei denen ich einkaufe, werden nur von umliegenden Erzeugern beliefert.
Manches bestelle ich auch übers Internet.
Ich kann nur jedem empfehlen sich über seine Ernährung und Wohlbefinden Gedanken zu machen.
Des öfteren werde ich angesprochen, dass es ja auch so viel Zeit in Anspruch nimmt. Klar brauch ich ein wenig Zeit um z.B.mein Brot zu backen. Aber wie viel Zeit brauche ich zum Bäcker zu gehen und wieder zurück? Da steht mein Brot schon lange im Ofen und ich weiß wirklich was drin ist! Genau so geht es mit allem andern auch.
Anstatt sich die Fertigprodukte aufzuwärmen und die gewonnene Zeit vom Fernseher zu verbringen wo ich doch nur wieder von der Werbemittelindustrie und Pharmaindustrie zugemüllt werde, genieße ich die Zeit mein Essen zuzubereiten und es genussvoll zu essen.
Wie oben schon erwähnt, bin ich kein Freund von Diäten, sondern halte komplette Umstellungen der Ernährung für sinnvoll.
Bezüglich des Übergewichtes, habe ich lediglich geschrieben, dass es einer der großen Ursachen für bestimmte Krankheiten ist. Hier kommen natürlich noch genetische und auch sonstige Faktoren ins Spiel.
Wie Sie richtig angeben, sollte man nur wenig verarbeitete Produkte verwenden. Diese sollten, wie erwähnt, in dem natürlichsten Zustand wie nur möglich vorhanden sein.
Bei dieser Aussage handelt es sich aber um eine normativen Einwand, faktisch ist es in der heutigen Welt fast nicht möglich dies auch umzusetzen. Allein aus kostengründen, kann es sich wohl kaum jemand leisten immer frische Produkte zu kaufen, bei denen er wirklich weiß woher diese kommen. Zum anderen kommt man in Großstädten sicherlich nicht an diese Frischevielfalt, wie in den ländlichen Gegenden.
Ich sehe meinen Ernährungsartikel sicherlich nicht als optimal, aber für machbar, wobei bei Ihrer Aussage es unrealistisch sein sollte, dies umzusetzen. Es sei denn Sie leben auf einem Bauernhof, haben ihre eigenen Tiere und den eigenen Garten.
Jedem Menschen dürfte bekannt sein, dass raffiniert verarbeitete Lebensmittel ungesünder sind als naturbelassene, nur in wie fern man an diese "guten" noch kommt ist die Frage.
Leider verfügt unser Stoffwechsel auch nach neuesten medizinischen Erkenntnissen noch nicht über die Fähigkeit, die Zukunft vorherzusagen. Und natürlich kann unser Organismus auch nicht mal eben so seinen Grundumsatz reduzieren - das wäre ähnlich, wie ein PKW, der seinen Leerlaufverbrauch reduziert, um sich vor einer kommenden Benzinknappheit zu schützen.
Der Grund, weshalb Menschen nach einer Diät häufig zulegen ist ein anderer: Das ernährungsbedingte Übergewicht entsteht nicht durch einen zu hohen Kalorienverbrauch, sondern ist die Folge einer durch einen permanenten Vitalstoffmangel verursachten Stoffwechselstörung. Dieser permanente Vitalstoffmangel ist in einer Zeit, in der die Menschen in Deutschland sich zu 75% von Fabriknahrungsmitteln ernähren, sehr weit verbreiten. Warum führt aber nun die Diät zum Jojo-Effekt? Ganz einfach: Weil die Diät den ohnehin schon bestehenden Mangel noch weiter verschlimmert. Nach der Diät kommt der Stoffwechsel noch schlechter mit der Nahrung zurecht und in Folge steigt auch das Gewicht rasant an. Es ist sicher richtig, daß man ein solches ernährungsbedingtes Übergewicht nur mit einer dauerhaften Ernährungsumstellung therapieren kann. Diese muß sich aber an einer vitalstoffreichen Ernährung orientieren und nicht an einer "kontrollierten Mangelernährung".
Überaus wichtig ist die Feststellung, daß raffinierter Zucker dem Organismus schadet, wobei zu erwähnen wäre, daß dies auf alle raffinierten Kohlenyhdrate zutrifft und damit auch auf alle Auszugsmehle. Nahezu alle käuflichen Backwaren werden mit Auszugsmehlen herstellt. Zudem ist eine nähere Erläuterung nötig, was denn nun genau raffinierte Zucker sind: Es sind dies alle fabrikatorisch hergestellten Süßungsmittel, auch vermeintlich gesunde Alternativen wie Ahornsirup, Ursüße, Rapadura und ähnliche.
Die Empfehlung einer abwechslungsreichen, gesunden Mischkost ist nett, aber äußerst schammig und damit unzureichend. Unter Nährstoffen versteht man Kohlenhydrate, Fette und Eiweiße. Der Autor mischt hier auch gleich noch die Vitalstoffe hinzu (Vitamine, Enzyme, ungesättigte Fettsäuren, Mineralstoffe, Spurenelemente, Faser und Aromastoffe). Diese Unart ist leider in vielen Publikationen mittlerweile üblich. Es gibt im Grunde nur eine einzige wichtige Empfehlung, wie eine gesunde Ernährung aussehen muß: So naturbelassen wie möglich. Jede Verarbeitung führt zu mehr oder weniger starken Verlusten an Vitalstoffen und im dauerhaften Verzehr solch minderwertiger Nahrungsmittel liegt die Ursache für 80% der heutigen Zivilisationskrankheiten.
Die Aussage, daß Übergewicht die Ursache für Krankheiten wie Gallensteine oder Zuckerkankheit ist, ist schlicht falsch. Tatsächlich handelt es sich hierbei lediglich um verschiedene Symptome (Krankheitsfolgen) der gleichen Grundkrankheit, die Cleave & Campbell schon vor Jahrzehnten als "Saccharidose" bezeichneten, weil die raffinierten Kohlenhydrate die Hauptursache dieser Krankheiten sind. Aus diesem Grund ist es auch nicht möglich, Gallensteinen vorzubeugen, indem man durch Diäten oder Sport sein Gewicht reduziert. Im Gegenteil - das Risiko wird durch Diäten sogar erhöht. Eine konsequente Prävention kann nur funktionieren, indem die gemeinsame Ursache - der langjährige Verzehr stark verarbeiteter Nahrungsmittel - abgestellt wird.
Eine feste Vorgabe für die Fettaufnahme ist unsinnig, zumal unterschieden werden muß, ob es um raffinierte Fabrikfette oder um naturbelassene Fette geht. Unser Organismus hat sich in Millionen von Jahren auf die in der Natur vorkommenden Fette eingestellt, auf die wir uns daher beschränken sollten. Die eigentliche Fettzusammensetzung ist dabei irrelevant - schließlich hat die Menschheit Tausende von Jahren gesund überlebt, ohne zu wissen, wieviele ungesättigte Fettsäuren nun in einer Olive oder in der Butter enthalten sind.
Die Warnung von zu viel Cholesterin in der Nahrung ist unsinnig, da der menschliche Organismus selbst Cholesterin in weit größerem Maßstab produziert. Da dies einem Regulationssystem unterliegt, kann man den Cholesterinspiegel eines gesunden Menschen über die Ernährung praktisch nicht beeinflussen. Ein zu hoher Cholesterinspiegel kann ein Versagen dieses Regulationssystems anzeigen, aber derartige Fettstoffwechselstörungen dürfen nicht symptomatisch durch Meiden des Nahrungscholesterins behandelt werden, sondern müssen ursächlich durch Abstellen der Ernährungsfehler behandelt werden.
Der Begriff Ballaststoffe ist in Deutschland mehrfach belegt und daher immer problematisch - einmal versteht man darunter alle Nicht-Nährstoffe, ein anderes Mal nur die Faserstoffe. Der Autor meint offensichtlich Faserstoffe (im englischen korrekt "Fibre" genannt), die in der Tat wichtig für unseren Stoffwechsel sind, aber auch nicht wichtiger als alle anderen genannten Vitalstoffe. Es kann in einer gesunden Ernährung nicht darum gehen "faserreiche" Nahrungsmittel zu bevorzugen, sondern es müssen vitalstoffreiche - möglichst gering verarbeitete - Lebensmittel bevorzugt werden.
Brote, wie "Vollkorn-Körnerbrote" sind gesundheitlich gesehen nicht besser als Weißbrote, da sie in der Regel aus Fertigmehlen hergestellt werden. Fütterungsversuche haben aber gezeigt, daß zwei Wochen gelagerte Mehle die gleichen Zivilisationskrankheiten verursachen wie Auszugsmehle. Es sollten daher nur Brote aus frisch gemahlenem, keimfähigem Getreide verwendet werden.
Die Empfehlung den Fabrikzucker auf unter 10% der täglichen Energiezufuhr zu reduzieren, ist in der Praxis nicht durchführbar. Zum einen hat Fabrikzucker einen deutlich suchtfördernden Effekt, da er zur Bildung körpereigener Endorphine führt, zum anderen macht Fabrikzucker echte Vollkornprodukte unverträglich. Der Fabrikzucker verursacht in einer gesunden Ernährung in der Regel Blähungen und Verdauungsstörungen. Er sollte daher konsequent gemieden werden. In Maßen läßt er sich durch Imkerhonig ersetzen, besser sind frische, süße Früchte. Zucker im natürlichen Verbund, also bspw. in einem Apfel, war noch nie ein Problem und ist es auch heute nicht.
Die Empfehlung, das Kochsalz zu reduzieren, ist sicher richtig, spielt aber für die Entstehung der ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten keine so große Rolle. Wenn, sollte unraffiniertes Stein- oder Meersalz verwendet werden. Besser ist die Verwendung von frischen Kräutern.