Frankfurt/Main. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels präsentiert die E-Book-Studie 2011 der GfK Panel Services. Demnach rechnet die Buchbranche in diesem Jahr mit dem Durchbruch der E-Books, obwohl die Leser weiterhin am gedruckten Buch festhalten. Laut der Studie wurden 2010 2 Millionen E-Books verkauft, was mit 21,2 Millionen Euro Umsatz 0,5 Prozent des Käufer-Buchmarkts ausmachte.
Die Deutschen lieben das gedruckte Buch und halten weiterhin daran fest. Die Akzeptanz von E-Books gegenüber gedruckten Büchern hat sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verbessert. Im Gegenteil: Einige Extensivkäufer bekennen sich sogar wieder eindeutiger zu den physischen Angeboten.
Die Kunden sind zurückhaltend. Weitestgehend oder ausschließlich gedruckte Bücher kaufen 82 Prozent der Befragten. 86 Prozent finden es schön, dass die Bücher zuhause im Regal stehen, und 78 Prozent möchten nicht am Bildschirm lesen. Der Trend ist sehr leicht rückläufig: Vor zwei Jahren sagten 83 Prozent, dass sie dies nicht möchten.

Doch die Buchbranche trotzt der Zurückhaltung der Kunden. Laut der Studie vergrößern die deutschen Verlage ihr Angebot und forcieren die Digitalisierung. Skeptisch sind dagegen vor allem kleinere und mittlere Sortimentsbuchhandlungen.
Fünf Prozent der Verlage haben derzeit E-Books im Angebot. Für die kommenden Jahren planen 80 Prozent der Verlage die Einführung. Es wird mit einer erheblichen Umsatzsteigerung gerechnet. Laut Hans Huck, Sprecher des Arbeitskreises Elektronisches Publizieren im Börsenverein, könnte der E-Book-Anteil am Umsatz auf 16,2 Prozent bis 2015 steigen.
GfK Panel Services Deutschland befragte für die Studie "Das E-Book in Deutschland" im Januar 2011 1800 Sortimenter und 1850 Verleger. 2010 wurden außerdem die Bucheinkäufe von 20.000 Personen monatlich ermittelt für die E-Book-Absätze und Umsätze. Weitere 10.000 Verbraucher wurden im Januar 2011 zum Thema E-Book befragt.
weitere Informationen:
E-Book-Studie 2011



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