Atomkraftgegner überhängen Riesen-Haseloff-Plakat

Atomkraftgegner überhängen Riesen-Haseloff-Plakat

Von  | 18. März 2011 | Kategorie: Sachsen-Anhalt

Magdeburg. Gegen 16 Uhr wurden die Feuerwehr und die Polizei von Passanten alarmiert. Unbekannte verhängten abgeseilt vom Dach des leerstehenden Blauen Bocks an der Ecke Breiter Weg / Ernst-Reuter-Allee das CDU-Riesenplakat mit dem Atomkraft-Symbol und dem Spruch "ABSCHALTEN".

Aus dem Werbetext "Am 20. März Ihre Stimme Für die CDU" wurde "Am 20. März keine Stimmen für die Atomlobby". Viele Zuschauer hielten es für eine Greenpeace-Aktion, jedoch fehlten die sonst üblichen Logos der Umweltschutzorganisation. Die Aktivisten gehörten scheinbar eher zu den Reihen des Aktionsbündnis Anti-Atom, Magdeburg.

Vor dem Gebäude wurde der Fußweg aus Sicherheitsgründen abgesperrt, da sich weiter Aktivisten an der Wand befinden. Die Polizei griff zunächst sehr zurückhaltend ein und möchte alles vermeiden, was die jungen Kletterer gefährden könnte.

Gegen Abend wurde die Feuerwehr beauftragt, dass Plakat wieder zu entfernen. Da das Plakat gut befestigt war und eine Gefahr für die Allgemeinheit nicht erkennbar war, stellt sich die Frage nach der Veranlassung für diese Aktion.

In den Reihen der Passanten konnte man sowohl Zustimmung wie auch Widerspruch hören. Die Verantwortlichen werden sich wohl in jedem Fall wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung verantworten müssen, hinzu kommen die Kosten für die Einsatzkräfte.

Unterdessen bestätigte ein Polizeisprecher am Sonntag, der Eigentümer der Immobilie habe Strafantrag gegen die Aktivisten gestellt.

(Foto: Christian Braune)


Entfernung durch die Feuerwehr. (Foto: Tobias)






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5 Responses to Atomkraftgegner überhängen Riesen-Haseloff-Plakat

  1. susi a. 20. März 2011 at 18:18
    ich war vor ort,als die aktion statt fand.war ne echt super geile aktion. ich finde auch, das weltweit alle atommeiler abgeschaltet werden sollte.
  2. Pingback: Anti-Atom 2011 -Aktionen/Demos/... - Erwerbslosen Forum Deutschland (Forum)

  3. willow 19. März 2011 at 08:44
    um für sich für sachbeschädigung verantworten zu müssen, müsste die sache erstmal beschädigt worden sein. das kann ich hier nicht erkennen. ein "auf jeden fall", dass man sich schon mal abschminken kann.
    um für hausfriedensbruch belangt zu werden, müsste der eigentümer des hauses erstmal eine entsprechende anzeige stellen. hat er das getan? wenn nicht ist es ein zweites "auf jeden fall", das man gleich vergessen kann.

    sollten also straftaten vorliegen (und das verhängen eines plakates ist eben keine), wäre es schwer gerichtlich durchzudrücken sein, dass die aktivisten irgendwelche durch passanten veranlaste einsätze zu zahlen hätten. also ein drittes "auf jeden fall", das auf wackligen beinen steht.
  4. Christian B. 18. März 2011 at 22:30
    Auch angesichts der Katastrophe in Japan ist und bleibt Deutschland ein Rechtsstaat. Man mag es manchmal kaum glauben, aber es ist schon so...
  5. Hedo-Mensch 18. März 2011 at 18:22
    Abschalten-Weltweit-Sofort!

    Angesichts der Katastrophe in Japan ist die in Aussicht gestellte strafrechtliche und verwaltungsrechtliche Verfolgung der Beteiligten ja überhaupt nicht nachvollziehbar.

    Atomausstieg bleibt Handarbeit!

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