Der Gesetzesvorschlag wurde das erste Mal im September 2009 vorgelegt. Und seither gibt es einen Konflikt darum. Gestern wurde darüber abgestimmt. Entgegen vorheriger Prognosen wurde das Gesetz knapp durchgesetzt.
Dagegen wandten sich die Konservativen. Allerdings auch die Liberalen, was zunächst verwunderlich scheint.

Es ist kaum eine Verbesserung für homosexuelle Paare in Slowenien erreicht worden.
(Foto: Torsten Seiler)
Auch das Recht der Adoption ist stark eingeschränkt. Nur wenn einer der Partner bereits ein Kind hat, kann der andere das Kind adoptieren.
Darin sehen die Liberalen starke Einschnitte in dem Recht. Laut der Liberalen Akademie, bringt dieses Gesetz keine Verbesserung für den Kampf gegen die vorherrschende Ungleichberechtigung und Diskriminierung.
Die stärkste Opposition gegen das Gesetz ist jedoch eine Bürgerinitiative für die Familie und Rechte der Kinder. Die katholische Kirche hat sich hinter die Initiative gestellt und unterstützt sie. Nun wird von dieser Allianz ein Referendum angestrebt. Es werden bereits Unterschriften gesammelt.
Das Gesetz ist die erste Änderung seit 35 Jahren im Familiengesetz zu Gunsten Homosexueller. Nun bleibt jedoch noch abzuwarten, ob ein Referendum Erfolg hat und alles wieder zurück auf den Anfang gesetzt wird.
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Homosexuelle Paare erhalten in Slowenien zwar mehr Rechte, doch ein besseres Leben wird ihnen noch lange nicht zugesprochen. Sie sind immer noch als "anders" abgestempelt. Eine "normale" Familiengründung ist immer noch nicht möglich.
Und dagegen regt sich bereits Protest. Gegen neue Rechte, die kaum als solche bezeichnet werden können. Allerdings halte ich das slowenische Volk für genug in der Gegenwart verankert, dass ein Referendum nur zur Bestätigung des Gesetzes kommen würde. Dennoch wäre eine Ablehnung auch kein großer Verlust, denn dann gibt es vielleicht ein richtiges Gesetz, dass auch homosexuellen Paaren wirklich neue Rechte zuspricht.