Razzia bei Waffenhersteller Heckler & Koch | Magdeburger Nachrichten

Razzia bei Waffenhersteller Heckler & Koch

Von  | 11. November 2011 | Kategorie: Technik in Deutschland

Stuttgart. Über 300 Beamte des Landeskriminalamtes Baden-Württemberg durch­suchten am Donnerstag, den 10. November die Geschäftsräume und Wohnungen von mehreren Mitarbeitern des Rüstungsbetriebes Heckler & Koch in Oberndorf.

Anlass, so die Behörden, seien dubiose Geschäftsbeziehungen nach Mexiko und möglicherweise gezahlte Bestechungsgelder für illegale Waffenlieferungen. Erst kürzlich war die Firma im Fadenkreuz von Ermittlern. In Libyen tauchten trotz Embargos neueste Waffenlieferungen an die damaligen libyschen Machthaber unter Oberst Gaddafi auf. H & K verwies damals auf reguläre Lieferungen in den Nachbarstaat Ägypten.

weitere Informationen:
Die Heckler & Koch GmbH (H&K, HK) ist ein deutsches Unternehmen der Rüstungsindustrie mit Sitz im Oberndorfer Stadtteil Lindenhof in Baden-Württemberg. Die Firma wurde in der Nachkriegszeit von ehemaligen Mitarbeitern der Mauserwerke gegründet und ist international bekannt für die Produktion von Handfeuerwaffen. In der Gegenwart ist Heckler & Koch der bedeutendste Hersteller von Infanterie-Waffen in Deutschland und gehört bezüglich Umsatz weltweit zu den fünf größten Produzenten von Gewehren und Pistolen. Heckler & Koch geriet wegen Waffenlieferungen an Embargo-Staaten öfters in die Kritik und ist mehrfach das Ziel staatsanwaltschaftlicher Untersuchungen gewesen.


Verweise:

One Response to Razzia bei Waffenhersteller Heckler & Koch

  1. Tobias Wuttke 12. Dezember 2011 at 22:51
    Korruptionsvorwürfe gegen Heckler & Koch:

    Die Stuttgarter Nachrichte berichten von einer Parteispende an den FDP-Kreisverband in Tuttlingen in Höhe von 5000 Euro im Jahr 2010. Ein Mitglied des Kreisverbandes ist der parlamentarische Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium Ernst Burgbacher. Staatsanwaltliche Ermittlungen wurden im April 2010 gegen Heckler & Koch eingeleitet, wegen Verdachts gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz verstoßen zu haben. Die untersuchten E-Mails von Heckler und Koch stehen nach Angaben der Staatsanwaltschaft im Zusammenhang mit der Parteispende und Lieferungen von Sturmgewehren an die Bundespolizei in Mexiko in den Jahren 2005 bis 2010, die vom Bundeswirtschaftsministerium Ende 2010 untersagt worden.

    Link: http://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.heckler-koch-eine-parteispende-mit-konkreten-hintergedanken.fdcf7813-77d9-4925-9485-7c06c1b9f9e9.html

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