Dienstag, 9. Februar 2010

DFB-Pokal Osnabrück – Schalke morgen mit braunem Nebengeschmack

Das ZDF überträgt am Mittwoch, 10. Februar 2010, live ab 20.15 Uhr das Viertelfinalspiel im DFB-Pokal zwischen dem VfL Osnabrück und Schalke 04. Damit trifft der souveräne Tabellenführer der dritten Liga auf den Tabellen-Dritten der ersten Liga. Die Niedersachsen hatten sich im Achtelfinale überraschend mit 3:2 gegen Borussia Dortmund durchgesetzt, Schalke qualifizierte sich mit einem klaren 3:0 gegen 1860 München. Mit den Begegnungen FC Bayern München gegen Greuther Fürth und FC Augsburg gegen den 1. FC Köln stehen Zusammenfassungen der weiteren Viertelfinalspiele des Tages auf dem Programm. Wie es im DFB-Pokal weitergeht, erfahren die ZDF-Zuschauer unmittelbar im Anschluss: Bei der Auslosung der Halbfinalspiele werden Nadine Angerer und Guido Buchwald gemeinsam die Rolle der "Glücksfee" übernehmen. Braunes Störfeuer: Im Vorfeld der Partie Schalke - Gladbach, angesetzt für den 17. April, war es zu einer Auseinandersetzung zwischen der NPD und der Schalker Vereinsführung gekommen. Die NPD hatte im Rahmen eines Gewinnspiels behauptet, die zu verlosenden Eintrittskarten zum Spiel aus "den Reihen des Vereins" erhalten zu haben. Ein Sprecher des Vereins hatte dies entschieden zurückgewiesen: "Selbstverständlich distanzieren wir uns in aller Deutlichkeit von den inhaltlichen Zielen dieser wie jeder anderen rechtsradikal ausgerichteten Partei! Und ebenso selbstverständlich haben wir unmittelbar nach Kenntnis dieser effekthaschenden Online-Veröffentlichung eine intensive rechtliche Prüfung in die Wege geleitet, um gegen diese Verlosung sowie unsere Namensnennung vorgehen zu können. Diese Aktion ist weder mit Wissen des FC Schalke initiiert, noch möchte der Club dulden, dass mit seinem Namen hier „geworben“ wird." Weiter heisst es: "Dennoch sind wir natürlich nach Kräften bemüht, den Wahrheitsgehalt der Aussage „Ich freue mich, daß ein Sponsor von Schalke 04 zugesagt hat, die … zu übernehmen.“ zu überprüfen und die Aktion nach Möglichkeit zu unterbinden. Rechtsradikales Gedankengut hat beim FC Schalke 04 nichts zu suchen hat, Mitglieder und Sympathisanten solcher Parteien werden bei uns nicht geduldet!" Redaktionshinweis in eigener Sache: Die Bitte des Vereins von einer Veröffentlichung des Themas abzusehen, kommen wir jedoch nicht nach, da wir das Totschweigen von rechtsradikalem Gedankengut und deren Aktionen in Deutschland nicht unterstützen. Wir halten auch hier, wie bei vorangegangener Berichterstattung, unsere Leser für kompetent genug, Sachverhalte selbst korrekt einzuordnen und mögliche Propagandaaktionen radikaler Tendenzen auch zu erkennen. Auszuschließen ist in diesem Fall aber auch nicht, dass es NPD-Anhänger in den Fußballvereinen gibt, die durchaus solche Gewinnaktionen bewusst unterstützen. Die Aufgabe der Medien ist es nach unserer Selbstauffassung sehr wohl, über genau solche Vorkommnisse zu berichten und wenn möglich eine entsprechende Einordnung vorzunehmen. Fussballvereine gegen Rechts Netz gegen Rechts

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